Die schon 1158 genannte Kirche ist dem heiligen Erzengel Michael geweiht. Vermutlich stand hier zuerst eine Holzkirche.

Römische Einzelhofsiedlungen und Wohnvillen haben schon um 15 vor Christus Grafendorf belebt. Ein römisches Grabdenkmal (1,13 x 9,82 m) war an der Westseite der Kirche eingemauert, welches das Denkmal eines Gemeindevorstehers von Flavia Solva war: Duumvir Caius Sacretius Spectatinus (im Alter von 50 Jahren gestorben) und seine Frau Secundina Severina. Dieser Mann war einer der beiden duoviri, die man am ehesten mit unserem Bürgermeister vergleichen kann. Sehr erwähnenswert ist ein größeres Grabdenkmal (0,64 m) die s.g. Ikarus-Statuette, die im Laibidarium des Joaneums in Graz verwahrt ist (Inv. Nr. 114), Jüngling in Vorderansicht mit angesetzten Flügeln.

Solche Figuren dienten zur Bekrönung eines Grabdenkmals. Auch dieser Fund unterschreicht Rang des Grafendorfer Gebietes in der Römerzeit, da ja monumentale Grabanlagen nicht zufällig irgendwo errichtet werden. Ein weiteres Monument gibt es in Grafendorf Nr. 41. Es handelt sich um einen Relifstein mit Halbfiguren eines Ehepaares in einer rechteckig geformten Nische. Viele Grabhügel sind noch heute vorhanden, die für die Besiedlungsdichte zeugen (z. B. Wald bei Schloss Reitenau, Funde in Stambach und Pongrazen).

Die Stadt Flavia Solva war ein großer Landbezirk. Dieser erstreckte sich von der Drau bis zum Mürztal und von der Koralpe bis zur heutigen steirischen Grenze entlang der Lafnitz (gleichzeitig Grenze zw. den Provinzen Norikum u. Oberpannonien – Westungarn). Grafendorf wird schon 1144 als sehr bekannt bezeichnet, Graf Eckbert II von Formbach-Pitten gilt als der Gründer von Grafendorf (Dorf es Grafen). Schon nach 30 Jahren kam es durch eine Schenkung zum Kloster Formbach in Bayern (1158). Grafendorf vergrößerte sich im Laufe der Jahrhunderte sehr.

Mehr Informationen zur Pfarre Grafendorf finden Sie unter: http://grafendorf.graz-seckau.at

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