Dorf-Passionskrippe

Die Grafendorfer PASSIONSKRIPPE - eine Rarität in der Steiermark

Maßgeschneidert in das Gewölbe der Turmkapelle der Pfarrkirche Grafendorf, nach einem Entwurf von Waltraude Lechner, erhebt sich ein mehr als 4 m² großer Krippenberg mit derzeit mehr als 90 Figuren, der die Passion Jesu, wenn auch nur auszugsweise, darstellt.

Die Idee, eine Passionskrippe für die Pfarrkirche Grafendorf zu bauen, hat von Anfang an Früchte getragen – sowohl beim Herrn Pfarrer, der sofort grünes Licht gegeben hat, als auch beim langjährigen Kulturreferenten, beim Herrn Bürgermeister, und nicht zuletzt bei all den Krippenbauern.

Der Reingewinn aus zwei Krippen-Jubiläums-Ausstellungen durch das Kulturreferat der Marktgemeinde und den Kursteilnehmern, war der Grundstein für die Finanzierung dieses Projektes. Aufrichtiger Dank gilt auch für jede ent-gegengebrachte Spende, den Bausteinkauf, allen Paten und den 14 Krippenbauern für knapp 1000 ehrenamtliche Stunden.

Pfarrer Alois Puntigam-Juritsch dankte mit einem Blumengruß allen Krippenbauern: Felber Maria, Handler Bettina, Hofmann Telma, Kandlhofer Birgit, Kernbichler Angelika, Lind Elfriede, Pfr. Mag. Puntigam-Juritsch, Ringhofer Karl, Ringhofer Maria mit Elisabeth, Schneeweiß Erna, Spiegl Maria, Schreiner Heinrich mit Sabrina, Szeier Karl sowie Waltraude Lechner mit einem Geschenkskorb.

Weitere Unterstützung erhielten sie von:

Hammer Anton, Hofer Anna, Dr. Huber Johann, Lechner Alois, Mogg Manfred, Ringhofer Johann mit Team, Schantl Josef sowie Maria Lind und Hans Kittinger.

Die Bekleidung der geschnitzten Figuren wurden auch von Waltraude Lechner entworfen.

Das Lob und die Anerkennung der Bevölkerung am Tag der Segnung durch Geistl.Rat Pfr. Mag. Alois Puntigam-Juritsch ließ das Herz aller Beteiligten höher schlagen und fand bei einer Agape am Kirchplatz einen würdigen Abschluss.

Ein Detail am Rande:
Auch findet sich der Oberhirte der Pfarre Grafendorf mit seinen 14 Lämmern in der Krippe wieder.
Die Szene, die gut in die Landschaft integriert ist, symbolisiert den Hr. Pfarrer mit all den Krippenbauern.

Den Ursprung der Passionskrippe finden wir im 2.-4Jhd. n.Chr., wobei sie sich in der Steiermark und in ganz Österreich bis zum heutigen Tag nie wirklich durchsetzten konnte. In unserer Region ist uns allen das hl. Grab, dass am Karsamstag zur Anbetung aufgestellt wird, sowie die Kalvarienberge, bekannt und geläufig.

4 m² große Passionskrippe

Lebensgroße Dorfkrippe

Die Idee, eine lebensgroße Dorfkrippe zu gestalten, wurde im Zuge des Dorfentwicklungsprojektes Grafendorf geboren.

Die Marktgemeinde Grafendorf unter Bürgermeister Johann Pux und Kulturreferent Karl Ringhofer hatte sich 1997, wie viele Gemeinden in der Steiermark, im Zuge des Dorfentwicklungsprojektes die Aufgabe gestellt, auch für den Kultursektor etwas zu tun.

Frau Waltraude Lechner, unsere Krippenbaumeisterin, regte den Bau einer lebensgroßen Dorfkrippe in einer Nische der Kirche beim Dorfbrunnen an. Der ortsansässige Baumeister Josef Pichler konstruierte stilgerecht aus altem Bauholz einen stabilen Stall, den er gratis der Marktgemeinde und der Pfarre unter Pfarrer Rupert Gotthardt übergab und seither Jahr für Jahr aufbauen lässt. Frau Lechner besorgte die geschnitzten Teile für die Figuren aus dem Grödnertal in Südtirol und nähte die traditionellen Kleidungsstücke, ihr Ehemann Alois konstruierte das Gerüst der Figuren.

Vorerst bestand die Szenerie aus der Hl. Familie, den drei Königen, Ochs und Esel und einem Hirten. Als Sponsoren für einen Hirtenknaben danken wir Frau Herma Nowak, für das Schaf Familie Dr. Hansjörg Weihs und für den Widder Fam. Dr. Josef Arzberger.

Im Dezember 2004 feierten wir mit unserer Krippenbaumeisterin „10 Jahre Krippenbau“ mit einer Sonderausstellung. Mehr als 70 heimatliche und orientalische Krippen waren im Pfarrsaal ausgestellt. Der Krippenpfad führte vorbei an Schaufenstern mit handgefertigten Weihnachtskrippen hin zur Ausstellung und zur Dorfkrippe. DI Dr. Johann Huber dokumentierte im „Grafendorfer Krippenbuch“ die Tradition des Krippenbaues mit vielen Farbbildern.