Die Idee, eine lebensgroße Dorfkrippe zu gestalten, wurde im Zuge des Dorfentwicklungsprojektes Grafendorf geboren.

Die Marktgemeinde Grafendorf unter Bürgermeister Johann Pux und Kulturreferent Karl Ringhofer hatte sich 1997, wie viele Gemeinden in der Steiermark, im Zuge des Dorfentwicklungsprojektes die Aufgabe gestellt, auch für den Kultursektor etwas zu tun.

Frau Waltraude Lechner, unsere Krippenbaumeisterin, regte den Bau einer lebensgroßen Dorfkrippe in einer Nische der Kirche beim Dorfbrunnen an. Der ortsansässige Baumeister Josef Pichler konstruierte stilgerecht aus altem Bauholz einen stabilen Stall, den er gratis der Marktgemeinde und der Pfarre unter Pfarrer Rupert Gotthardt übergab und seither Jahr für Jahr aufbauen lässt. Frau Lechner besorgte die geschnitzten Teile für die Figuren aus dem Grödnertal in Südtirol und nähte die traditionellen Kleidungsstücke, ihr Ehemann Alois konstruierte das Gerüst der Figuren.

Vorerst bestand die Szenerie aus der Hl. Familie, den drei Königen, Ochs und Esel und einem Hirten. Als Sponsoren für einen Hirtenknaben danken wir Frau Herma Nowak, für das Schaf Familie Dr. Hansjörg Weihs und für den Widder Fam. Dr. Josef Arzberger.

Im Dezember 2004 feierten wir mit unserer Krippenbaumeisterin „10 Jahre Krippenbau“ mit einer Sonderausstellung. Mehr als 70 heimatliche und orientalische Krippen waren im Pfarrsaal ausgestellt. Der Krippenpfad führte vorbei an Schaufenstern mit handgefertigten Weihnachtskrippen hin zur Ausstellung und zur Dorfkrippe. DI Dr. Johann Huber dokumentierte im „Grafendorfer Krippenbuch“ die Tradition des Krippenbaues mit vielen Farbbildern.

Grafendorfer Krippenbuch anl. 10 Jahre Krippenbau in Grafendorf von Dr. Johann Huber